Das Aquarell „Bauernhaus mit hohen Bäumen“ von Wilhelm Wagner ist in der Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden. Es zeigt ein einfaches Bauernhaus, das hinter einigen hohen Bäumen steht.
Im Vordergrund des Bildes sieht man große, dünne Bäume auf einem grünen und braun-erdigem Boden. Sie haben kleine Baumkronen und wenige bis gar keine Äste unter den Baumkronen. Der Boden unter den Bäumen wird durch die Schatten, die die Bäume werfen, verdunkelt. Links und rechts im Vordergrund stehen jeweils drei Bäume in regelmäßigen Abständen nach hinten aufgereiht und ein letzter Baum steht allein, etwas mittiger hinter den anderen Bäumen. Weiter im Hintergrund sieht man einen sich leicht erhöhenden Weg, der links und rechts von einem Zaun umgeben ist und über den gelben und trockenen Weg zu einem alten Bauernhaus führt. Das Haus hat zwei unterschiedliche Farben und ist unten weiß und im oberen Bereich braun. Vor dem Haus stehen Heuballen und ein Schuppen. Von der rechten Seite des Hauses führt ein Weg zu einer großen roten Scheune. Das Licht und der leicht bewölkte Himmel vermitteln eine spätsommerliche Atmosphäre. Durch die gezielte Aufreihung der Bäume wird der Blick des Betrachters auf das Haus im Hintergrund gezogen.
Die Szene, die Wilhelm Wagner mit diesem Bild eingefangen hat, spiegelt das typische ländliche Leben Mitte des 20. Jahrhunderts wider. Viele Menschen lebten zu der Zeit auf Dörfern. Nicht wenige von ihnen hatten einen kleinen Bauernhof oder einen Resthof, hielten ein paar Tiere und betrieben haupt- oder nebenberuflich Ackerbau. Zu der damaligen Zeit gab es wesentlich mehr Bauernhöfe als in der heutigen Zeit. Menschen versorgten sich oft selbst mit dem, was sie ernteten oder schlachteten.