„Traumschiff“

Die Bleistiftzeichnung „Traumschiff“ von Wilhelm Wagner entstand im Jahr 1947. Man kann in der Zeichnung einen mittelalten Mann erkennen, welcher mit geschlossenen Augen in einem Bett liegt und schläft. Sein Kopf liegt auf einem Kissen. Neben seinem Bett hängt ein kleines Bild, auf dem ein Baum und eine Bank zu sehen sind. Auf seinem Nachttisch steht eine Kerze. Über dem Mann hat Wilhelm Wagner gezeichnet, wovon der Mann träumt. Er träumt von einem Schiff, das zu einer bevölkerungsreichen und unzerstörten Stadt segelt. Das Segel ist mit Blumen geschmückt. An Deck befinden sich mehrere Personen. Die Stadt, auf die das Schiff zusegelt, liegt mitten im Wasser und ist umgeben von Holzpfählen, die die Stadt vor dem Wasser oder gar vor Überschwemmungen schützen. Im Kern der Stadt verläuft eine Brücke, in die ein kleines Häuschen eingebaut ist. Im Hintergrund der Zeichnung kann man vier Gebäude erkennen, die man als Palastgebäude deuten kann, da sie sehr groß und erhaben erscheinen. Die vier Gebäude sind eingezäunt. Während der Mann und seine Umgebung eine eher dunkle Schattierung aufweisen, erleuchten das Schiff und die Stadt in einem helleren Grauton. Der Traum „leuchtet“ und gibt eine positive Stimmung ab, die Hoffnung gibt. Es ist vielleicht die Hoffnung des träumenden Mannes auf ein besseres Leben nach dem zweiten Weltkrieg, der viele Städte zertrümmert zurück ließ. Insgesamt wirkt das Bild auch abenteuerlich und spannend. Es vermittelt eine Stimmung des Aufbruchs in ein neues Leben oder die Rückkehr zu einem lang ersehnten früheren Lebensort.